Die Alpaka Rassen Huacaya und Suri

Alpaka Rassen

 

Alpakas sind in Südamerika beheimatet und sind direkte Nachfahren der Vicunas. Sie gehören wie alle Kamele zur Gattung der Paarhufer [artiodactyla] in der Unterart Schwielensohler [tylopoda camelid]. Der wissenschaftliche Name wurde 2002 durch die Royal Society in [vicuna paco] (ehemals llama paco) umbenannt, nachdem Dr. Jane Wheeler mittels der genetischen Microsatelliten-Untersuchung die direkte Abstammung vom Vicuna nachweisen konnte. Die Domestizierung des Alpaka begann bereits vor mehr als 7.000 Jahren, mit dem Ziel, aus einem Double-Coat-Tier (Unterwolle und Deckhaar) ein Single-Coat-Tier (nur Unterwolle oder nur Deckhaar) zu züchten. Dieser Effekt ist auch aus der Domestizierung des bekannt. Die Single-Coat-Tiere verlieren je nach Rasse den natürlichen Fellwechsel und bedürfen der Fellpflege. Die Zuchtbestrebungen bei Alpakas waren so fortschrittlich, dass aus dem Vicuna zwei neue Rassen klassifiziert werden konnten:

 

 

Das Huacaya:

(ca. 92-98% der Gesamtpopulation):

 

Hauptzuchtlinie der Faser produzierenden Länder Mittel- & Südamerikas und Hauptlieferant der marktüblichen Alpakafaser, welche sich seit Jahren einer ständig wachsenden Nachfrage erfreut. Die Huacayas haben ein einheitliches Vlies aus feiner Unterwolle mit äußerst geringem Anteil an sehr feinen Grannenhaaren. Charakterlich sind Huacayas ruhig und umgänglich.

Das Suri:

(ca. 2-8% der Gesamtpopulation):

 

Der Rolls-Royce unter den Alpakas produziert ein einheitliches Haarkleid mit fast ausschließlich äußerst feinem Deckhaar mit hohem Eigenglanz, ähnlich Seide. Charakterlich sind Suris lebhaft und temperamentvoll. Die geringe Zahl an verfügbaren Suris wirkt sich zusätzlich Wert steigernd aus.

 
Alpaka Rasse Huacaya
Huacaya
Hauptzuchtrasse bei Alpakas
Huacaya Faser
Huacaya Faser
wärmend, leicht, hypoallergen
Alpaka Rasse Suri
Suri
exklusive und seltene Rasse
Suri Faser
Suri Faser
hochglänzend, seidig, hypoallergen

Kreuzungen:

 

Chili:

Als Chilis bezeichnet man eine Kreuzung aus Suri und Huacaya. Auch wenn der Phänotyp sich nicht unterscheidet, so ist doch die Faser völlig unterschiedlich von beiden Rassen: eine Huacaya ähnliche Faser mit Suri-Locken und hohem Glanz. Diese Tiere sind zwar als Faserlieferanten einsetzbar, aber zur Zucht ungeeignet.

 

Huarizo:

Abschließend möchten wir noch die Kreuzung aus Llama und Alpaka erwähnen. Offiziell unter dem Namen Huarizo bekannt, entspricht diese "Unterart" nicht den züchterischen Anforderung. Der Kauf oder die Nachzucht von Huarizos sollte unbedingt vermieden werden, da viele Eigenschaften von Alpakas in diesem Gen-Mix verloren gehen.



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